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D R E I L Ä N D E R T O U R

Grenzschlängeln an Rhein und Doubs

Im Thurgau
Thurgau
Am Rhein im Zürcher Unterland
Städtchen am Rhein
Rhein
auf deutscher Seite
Laufenburg
Basel
Elsass
Irgendwo in den Hügeln zwischen Elsass und Jura
Auf den Hügeln zwischen Elsass und Jura
Jura
Im Jura
Jura
Im Jura
Le Doubs
zwischen Jura und Elsass
Grenzschlängeln
Im Niemansland
St-Ursanne
St-Ursanne
St-Ursanne
St-Ursanne
St-Ursanne
St-Ursanne
Am Doubs
Le Doubs
Le Doubs
Auf schweizer Seite
Am Doubs
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Frankreich
Frankreich
französisches Hinterniss
Le Doubs

Elsass

DREILÄNDERTOUR - GRENZSCHLÄNGELN AN RHEIN UND DOUBS


Da unsere Fahrräder bereits schon am Wochenende zuvor zu Christophs Eltern in den Urlaub durften, starten wir die Anreise nach Stachen, anders als gewohnt, mit der Bahn.

Gut verköstigt, pedalen wir gemütlich los, durch die im vollen Blust stehenden Apfelplantagen. Das tiefe Brummen der aber tausenden von Bienen, ist deutlich zu hören, mit vorbildlichem Fleiss und Eifer sammeln sie den Nektar der Apfelblüten ein.

Auf direktem Wege fahren wir nach Bischofszell wo wir der Thur folgen bis sie in den Rhein mündet. Es waren die wunderschönen Thurauen die uns den Reitz für diese Variante gaben.

Genüsslich erfreuen wir uns an dem frühlinghaften, sonnigen Wetter, immer wieder steigt uns der Duft von Blüten in die Nase.

Entlang dem Rhein fahren wir weiter und halten ausschau nach einer gemütlichen Unterkunft, finden diese bei Glattfelden im Landgasthof Fähre.


Herrlich ausgeschlafen gehts dann weiter dem Rhein entlang.

Schon bald zeichnet es sich ab, dass das Veloland Schweiz ihre Radwege auch mal gerne als Industrielehrpfade benutzen.

Vorbei an Rheinkraftwerken und dem Hauptstrassennetz folgend, entschliessen wir uns kurzer Hand, die Seiten zu wechseln und finden uns in Deutschland wieder.

Schon bald zeigt sich dass dieser Entscheid der richtige gewesen ist, so haben wir eine herrliche Aussicht auf das Atomkraftwerker Leibstadt.

Nach Bad Zurzach noch schnell Sideseeing auf Industriemühlen und dann weiter im Slalom zwischen Deutschland und Schweiz bis nach Basel.

Basel, eine wahrlich schöne Stadt, doch lange bleiben wir nicht, das Elsas ruft uns.

Kaum über der Grenze schaltet sich des Radlers freund, der Gegenwind ein und macht uns die Suche nach einem Hotel nicht wirklich einfach.

Wie das Elsas so ist, geht es rauf und runter. Die erste Tafel mit der Aufschrift Auberge Bell Vue, sagt schon alles.

Also den Berg hoch, doch leider keine Zimmer mehr frei. So geht es nun Stunden, bis der Hunger uns beinahe zum Stillstand bringt. Doch in einer Herberge in Betlach, finden wir dann doch noch Platz, nachdem dem die gute Wirtin merkte, dass wir doch schon kurz vor der Erschöpung stehen.


Bei leichtem Nieselregen fahren wir weiter durch die sanften Täler des Elsas.

Der leichte Bodennebel sorgt für eine bezaubernde, fast unheimliche Stimmung.

Kartenlos und fast schon naiv, fahren wir richtung Jura. Von weitem sehen wir eine schöne Hügelkette und erfreuen uns genau solange daran, bis uns klar wird, dass es Diese zu überwinden gilt. Dies alleine ist schon eine vollumfängliche Biketour, schaffen wir aber locker mit unseren bepackten Reiserädern.

Oben angekommen, stehen wir vor einer riesen grossen Radarstation, das Jura ist doch sehr kontrast reich. Messerscharf folgen wir dem Grenzverlauf zwischen Frankreich und der Schweiz und fahren durch Wiesen die nur so übersäht sind, vom Gelb des Löwenzahns oder wie Esther es sagen würde, vom Chrottenpöschä.

Die Nacht verbringen wir in Seleute einem Ort im Jura der aus kleinen Bauernhöfen besteht und gerade mal 72 Einwohner zählt. Wir essen wie Fürsten und vergreifen uns schamlos am hauseigenen Schnaps. Prost!!


Eine rassige Abfahrt, blähst uns den Sand aus den Augen, runter gehts nach St. Ursanne. Das kleine, hübsche Städchen erstreckt sich im engen Tal der Doub. Wir bestaunen die bekannte Stiftskirche welche ihren Ursprung im 12. bis 14. Jahrhundert findet.

Weiter der Doubt richtung La Chautfond entlang, auf schönen Wegen. Landschaftlich einfach nur wunderschön und sanft. „Wenn es so weiter geht sind wir um 14.00 Uhr in La Chaudfond am Bahnhof“, sage ich noch zu Esther.

Aber eben nur wenn....

Der Weg entfernt sich langsam von der Doub, nicht aber in der Horizontalen, vielmehr in der Vertikalnen. Die Wege werden enger, ähnlich einem Singeltrail für abgefreakte Kracks. Dennoch verlieren wir das Auge für die schöne Landschaft nicht. Es verwundert uns auch nicht dass es so kommt, wir kennen uns mittlerweilen schon zu gut und es ist bei weitem nicht das erste mal dass alles anders kommt als „geplant“.

Wir wechsel so oft die Seite, dass wir schon bald nicht mehr wissen ob wir uns auf schweizerischem oder fränzösischem Terrain befinden. Wir geniessen diesen Tag, wie die Forellen, welche zahlreich im Wasser der Doub stehen und auf Nahrung warten.

Um 18.00 Uhr fahren wir mit unseren Rädern in La Chaudfond ein und nach wenigen Minuten mit dem Zug auch schon wieder aus. Müde aber überglücklich und fast schon euphorisch kommen wir zu Hause an und fallen strahlend wie Honigpferde in einen tiefen Schlaf.